27. Februar 2026
Erasmus+ Madrid 2026
Berichte der Teilnehmenden am Erasmus+ Programm über Ihre Erlebnisse und Erfahrungen in Madrid 2026:
Anreise nach Madrid und Unterkunft
Unsere Erasmus+ Praktikum nach Madrid begann mit der Anreise, wir trafen uns am
Düsseldorfer Flughafen und flogen von dort nach Madrid. Die Anreise war unkompliziert und angenehm. Nach der Ankunft am Madrider Flughafen erfolgte der Weitertransport mit einem Transfer, der uns schon erwartet hatte. Für unseren Aufenthalt wurden wir in einer Studentenunterkunft untergebracht. Die Lage war ein wenig außerhalb, aber wir konnten uns schnell an das Bus- und U-Bahnfahren gewöhnen. Die Unterkunft verfügt über mehrere Standorte und Gebäude, die unterschiedlich ausgestattet sind, unsere Zimmer waren geräumig.
Michelle


Was ist Erasmus+?
Erasmus+ ist das EU-Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport. Es ermöglicht die Mobilität und den Austausch innerhalb Europas. Das Erasmusprogramm bietet finanzielle Unterstützung für Auszubildende, Studierende, Lehrkräfte und Schüler an. Das Berufskolleg Wesel nimmt an diesem Programm teil und bietet organisierte Aufenthalte in Dublin, Athen und Madrid. Der Fokus dieses Programmes liegt auf dem europäischen Austausch.
Die Vorteile des Erasmusprogramms sind, dass man:
- seine Sprachkenntnisse verbessert
- neue kulturelle Erfahrung macht
- seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert
Adelina

Jeden Tag etwas Neues zu entdecken
Die ersten Tage in Madrid waren für uns sehr chaotisch und spannend. Die Mentalität der Spanier, besonders hier in Madrid, ist eine ganz andere als bei uns in Deutschland. Trotzdem hat uns Madrid mit netten Menschen und super Wetter in Empfang genommen.
Die Stadt ist voller Leben und es gibt überall und jeden Tag etwas Neues zu entdecken. In der Innenstadt konnten wir schon viele neue Eindrücke sammeln. Die großen Plätze, Gebäude und Straßen sind sehr beeindruckend, und überall laden nette Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Die spanische Küche zählt bisher zu meinen Highlights. Ein weiteres besonderes Erlebnis war für mich ein Lauf von unserer Unterkunft bis zum Santiago-Bernabéu-Stadion.
Trotz einiger Startschwierigkeiten wurden wir in unseren Praktikumsbetrieben gut aufgenommen, und die Spanier haben uns mit ihrer herzlichen und lockeren Art den Einstieg in das Arbeitsleben hier vor Ort sehr erleichtert.
Bisher war unser Aufenthalt in Madrid sehr abwechslungsreich und eine ganz neue Erfahrung.
Jan-Philipp

Mein Praktikumsunternehmen
Ich absolviere zurzeit mein dreiwöchiges Auslandspraktikum bei „OXO Museo del Videojuego“ in Madrid, ein interaktives Museum rund um das Thema Videospiele.
Das Museum ist in mehrere Bereiche aufgeteilt. In der ersten Etage wird die Geschichte der Videospiele der letzten etwa 70 Jahre gezeigt. Dort gibt es viele alte Konsolen und Spiele, die man nicht nur anschauen, sondern auch selbst ausprobieren darf. So bekommt man einen guten Eindruck davon, wie sich Videospiele im Laufe der Zeit verändert haben.
In der zweiten Etage befindet sich eine Lego-Ausstellung. Dort sind bekannte Spiele wie Fortnite, Animal Crossing oder Minecraft aus Lego nachgebaut. Diese Ausstellung ist besonders beliebt bei jüngeren Besuchern.
Ein weiterer Teil in der zweiten Etage des Museums beschäftigt sich mit moderner Technik. Dazu zählen neue Videospiele und Konsolen wie z.B. die PlayStation 5. Außerdem kann man mit VR-Brillen virtuelle Achterbahnfahrten oder Abenteuer erleben. Dabei sitzt man in speziellen Sesseln, was das Erlebnis noch realistischer macht.
Im Erdgeschoss gibt es einen Shop mit Spielen, thematisch passenden Artikeln und Souvenirs. Diesen Shop kann man auch besuchen ohne ins Museum zu gehen, aber man findet dort auch viele Artikel als Erinnerung an den Museumsbesuch.
Das Praktikum im „OXO Museo del Videojuego“ gefällt mir sehr gut. Ich sammle neue Erfahrungen, verbessere meine Sprachkenntnisse und lerne den Arbeitsalltag in einem anderen Umfeld kennen.
Tuana

Kulturelle Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland – zwei Länder, zwei Lebensgefühle
Europa ist kulturell vielfältig – und kaum zwei Länder zeigen das so deutlich wie Spanien und Deutschland. Obwohl beide Teil der Europäischen Union sind, unterscheiden sich ihre Alltagskulturen, Mentalitäten und Lebensstile in vielen Punkten. Ein Blick auf diese Unterschiede hilft nicht nur beim Reisen, sondern auch beim Arbeiten oder Zusammenleben über Ländergrenzen hinweg.
In Deutschland gilt Pünktlichkeit als Zeichen von Respekt und Zuverlässigkeit. Termine beginnen in der Regel genau zur vereinbarten Zeit, Verspätungen müssen gut begründet sein. Zeit wird effizient geplant, und Struktur spielt eine große Rolle im Alltag.
In Spanien ist der Umgang mit Zeit deutlich flexibler. Verspätungen von einigen Minuten werden meist gelassen hingenommen, besonders im privaten Umfeld. Das Leben richtet sich stärker nach sozialen Bedürfnissen als nach strikten Zeitplänen.
Die deutsche Arbeitskultur ist oft geprägt von Effizienz, klaren Zuständigkeiten und direkter Kommunikation. Arbeit und Privatleben sind meist klar voneinander getrennt. Meetings haben eine feste Agenda, und Entscheidungen werden sachlich getroffen.
In Spanien ist das Arbeitsleben stärker beziehungsorientiert. Persönliche Gespräche gehören zum Arbeitsalltag dazu, und Hierarchien können informeller wirken. Die Mittagspause ist oft länger, und das gemeinsame Essen hat einen hohen Stellenwert.
Deutsche Kommunikation gilt als direkt und sachlich. Kritik wird offen angesprochen, ohne sie persönlich zu meinen. Small Talk ist zwar vorhanden, aber meist kürzer und weniger emotional.
Spanier kommunizieren oft lebhafter und emotionaler. Gestik, Mimik und Nähe spielen eine große Rolle. Gespräche sind persönlicher, und Kritik wird häufig indirekter oder diplomatischer formuliert, um die Beziehung zu wahren.
In Spanien hat die Familie einen sehr hohen Stellenwert. Viele Menschen verbringen regelmäßig Zeit mit Verwandten, und mehrere Generationen leben oft nah beieinander. Das soziale Leben spielt sich viel draußen ab – auf Plätzen, in Bars oder Cafés.
In Deutschland ist das soziale Leben meist stärker individualisiert. Freundschaften sind wichtig, aber Termine werden häufig im Voraus geplant. Familie bleibt bedeutend, nimmt jedoch oft weniger Raum im Alltag ein als in Spanien.
Die Essenszeiten unterscheiden sich deutlich: In Deutschland wird meist früh zu Abend gegessen, oft zwischen 18 und 19 Uhr. Mahlzeiten sind funktional, besonders unter der Woche.
In Spanien beginnt das Abendessen selten vor 21 Uhr. Essen ist ein soziales Ereignis, das Zeit braucht. Gemeinsame Mahlzeiten mit Familie oder Freunden können sich über mehrere Stunden ziehen.
Grundsätzlich stehen Spanien und Deutschland beispielhaft für zwei unterschiedliche kulturelle Herangehensweisen an das Leben: Struktur und Planung auf der einen Seite, Spontaneität und soziale Nähe auf der anderen. Keine Kultur ist „besser“ oder „schlechter“ – sie spiegeln lediglich unterschiedliche Werte und Prioritäten wider. Wer diese Unterschiede kennt und respektiert, kann interkulturelle Begegnungen deutlich entspannter und bereichernder erleben.
Patrick

Ein typisches Wochenende in Madrid – entspannt, gesellig und voller Leben
Ein Wochenende in Madrid fühlt sich an wie eine perfekte Mischung aus Entschleunigung und Lebensfreude. Alles beginnt ganz entspannt: Ausschlafen gehört hier einfach dazu. Niemand hetzt am Morgen, denn das Wochenende ist dafür da, das Leben zu genießen.
Nach dem Aufstehen geht es gemeinsam in ein kleines, niedliches Café um die Ecke. Bei Café con leche, frischem Orangensaft und süßem Gebäck sitzt man lange zusammen, redet, lacht und plant ganz nebenbei den Tag. Frühstück ist in Madrid kein schneller Pflichttermin, sondern ein soziales Ritual.
Gut gestärkt wird anschließend die Stadt erkundet. Madrid lädt mit seinen Straßen, Plätzen und historischen Gebäuden zum Schlendern ein. Ob Puerta del Sol, Gran Vía oder kleine Seitenstraßen – überall gibt es etwas zu entdecken. Natürlich darf auch ein Abstecher auf die bekannte Shoppingmeile nicht fehlen. Boutiquen, große Marken und kleine Läden wechseln sich ab, während das Stadtleben um einen herum pulsiert.
Am frühen Abend wird es wieder ruhiger. Viele nutzen das Gemeinschafts-Gym, um sich gemeinsam auszupowern und den Kopf freizubekommen. Danach trifft man sich in der Küche, um zusammen zu kochen. Jeder bringt etwas mit, es wird geschnippelt, probiert und viel geredet. Essen ist hier immer ein Gemeinschaftserlebnis.
Nach dem Essen gibt es Snacks, Gesellschaftsspiele und entspannte Gespräche. Irgendwann beginnt dann das „Fertig-machen“ – schick, aber ohne Stress. Denn der Abend ist noch lang. Spät am Abend geht es in eine typisch spanische Bar. Bei Musik, Getränken und guter Stimmung wird gelacht, getanzt oder einfach nur das Zusammensein genossen.
Ein Wochenende in Madrid bedeutet vor allem eines: Gemeinschaft. Alles passiert gemeinsam – vom Frühstück bis zur Bar am Abend. Genau diese entspannte, offene und lebensfrohe Art macht Madrid so besonders und sorgt dafür, dass sich selbst ein ganz normales Wochenende wie ein kleines Highlight anfühlt.
Tatjana


Möglichkeiten eines Studiums in Madrid
Madrid zählt zu den beliebtesten Studienorten in Spanien und verfügt über eine Vielzahl öffentlicher und privater Universitäten.
Die Universidad Complutense de Madrid, die Universidad Autónoma de Madrid, die Universidad Carlos III, die Universidad Politécnica und die Universidad Rey Juan Carlos zählen zu den renommiertesten öffentlichen Hochschulen. Insbesondere für Studierende aus der EU und auch aus Amerika sind sie attraktiv, da die Studiengebühren im Vergleich gering sind. So sind mir durch mein Praktikum in einem Studentenwohnheim vermehrt Amerikaner über den Weg gelaufen, was mich zunächst verwundert hat.
Außerdem gibt es attraktive Sprachkurse, um Spanisch zu lernen . Dies ist unter anderem in der Carlos V Schule möglich (siehe Bild). Dort gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, mit einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad.
Jonas

Retiro Magic
Mein Praktikumsbetrieb Retiro Magic ist ein kleines Tourismusunternehmen direkt am bekannten Retiro Park, welches verschiedenste Fahrzeuge bzw. Fortbewegungsmittel verleiht, mit denen die Touristen den Park erkunden können.
Dazu zählen Karts für vier, zwei oder eine Person elektronisch oder manuell betrieben, E- Bikes, E- Roller, normale Fahrräder, Inliner als auch Segways die man nur in Begleitung eines Tourgides buchen kann. Die Segway Tour dauert ca. eine Stunde, die anderen Fahrzeuge kann man je nach Belieben eine oder auch mehrere Stunden ausleihen, je nachdem staffelt sich auch der Preis.
Darüber hinaus bietet Retiro Magic auch ein Escape Game an, bei dem Touristen spielerisch mit Tablets den Park erkunden können.
In dem Unternehmen sind ca. 6 Mitarbeiter beschäftigt. Hinzukommen noch Studenten oder Praktikanten, die für mehrere Wochen oder Monate dort arbeiten. An einem kleinen Empfangstresen werden die eingehenden Mails gecheckt und Reservierungen in den Kalender eingetragen. Bei einer Vermietung wird hier auch der Ausweis, Start Zeit, Dauer, Art des Fahrzeugs und der Preis in einer Excel Tabelle dokumentiert, den die Kunden bei Rückgabe des Fahrzeugs zahlen müssen. Oben befindet sich ein kleines Büro mit vier Arbeitsplätzen für das Marketing und die Verwaltung.
Aufgrund des vielen Regens war der Park leider öfter geschlossen, weswegen weniger Fahrzeuge ausgeliehen wurden und dafür mehr Instandhaltungstätigkeiten, wie zum Beispiel die Wartung der Fahrzeuge, das Anbringen neuer Logos und Putzarbeiten anfielen. Die Mitarbeiter haben uns sehr herzlich aufgenommen und haben uns auch noch den ein oder anderen Sightseeing Tipp gegeben.
Janine


Museo del Prado
Um 18 Uhr trafen wir uns vor dem Museum mit unserer Lehrerin. Unser Besuch im Museo del Prado in Spanien war ein besonderes Erlebnis. Gemeinsam mit unserer Lehrerin haben wir beeindruckende Gemälde berühmter Künstler betrachtet und viel über ihre Bedeutung und Geschichte erfahren. Die ruhige Atmosphäre des Museums und die kunstvollen Details der Bilder haben den Ausflug sehr interessant und inspirierend gemacht.
Emely Liesen

Typisch Spanisch
Spanien hat insgesamt eine sehr individuelle und offene Kultur, welche viel zu Endecken gibt. Vom großen Fußball des Real Madrid hier in der Hauptstadt Spaniens, bis hin zu den Ruhepausen in der Nachmittagszeit, die fast überall vertreten sind, der sogenannten „Siesta“.
Mich persönlich haben jedoch die Einzigartigkeit und Vielfalt der spanischen Küche beeindruckt, wozu ich gerne ein paar Worte mehr sagen möchte.
Typisch spanisch ist zum Beispiel, dass es zu vielen Getränken, meist Bier oder Wein, kleinere Appetithäppchen, sogenannte „Tapas“, dazu gibt. Diese gibt es in vielen verschiedenen Formen, wie Oliven, Fleischbällchen oder auch Kartoffelstückchen.
Eine weitere spanische Delikatesse ist „Paella“, das sind Reispfannen welche mit Meeresfrüchten, Fleisch oder auch mit Gemüse zubereitet werden.
Außerdem gibt es noch viele weitere Gerichte, wie Cocido Madrileño, Gazpacho/Salmorejo, Pulpo a la Gallega (Pulpo a Feira), Papas Arrugadas, Migas, Fideuà, Tortilla Española, Croquetas, Gambas al Ajillo, Patatas Bravas und Pimientos de Padrón, nur um ein paar davon zu nennen.
In der kurzen Zeit gehören auf jeden Fall gefüllte Croquetas, aber auch Tapas mit zu meinen Favoriten und ich kann nur jedem ans Herz legen, diese Gerichte einmal auszuprobieren, sobald man die Möglichkeit dazu bekommt!
Luis


Fazit
Unser dreiwöchiges Erasmus+ Praktikum war insgesamt eine sehr prägende Erfahrung. Zu Beginn verlief der Aufenthalt jedoch etwas holprig, da die Absprachen mit der Organisation vor Ort nicht reibungslos funktionierten. Dadurch entstand bei vielen von uns zunächst der Eindruck, dass das Praktikum scheitern könnte. Nach den ersten Tagen verbesserte sich die Situation jedoch deutlich.
Wir wurden unseren jeweiligen Praktikumsbetrieben zugeteilt und erhielten feste Arbeitszeiten, die je nach Betrieb unterschiedlich ausfielen. Während einige von uns viel Spaß an der Arbeit hatten, empfanden andere ihre Tätigkeiten als weniger erfüllend. Teilweise wurden Aufgaben vergeben, die wenig sinnvoll erschienen oder hauptsächlich aus Warten bestanden. In manchen Fällen fehlte uns auch die passende Arbeitskleidung oder das notwendige Vorwissen für bestimmte Tätigkeiten. Trotz dieser Schwierigkeiten waren die Arbeitstage dennoch lehrreich, da wir viele neue Informationen, Sichtweisen und Eindrücke sammeln konnten, die wir aus unserem gewohnten Umfeld nicht kannten.
Besonders auffällig war die Arbeitsmoral und das allgemeine Arbeitsgefühl in Madrid, das sich deutlich von dem unterscheidet, was wir aus Deutschland kennen. Trotz der vielen unerwarteten Herausforderungen haben wir den Aufenthalt gemeinsam gut gemeistert. Rückblickend sind wir alle selbstständiger, toleranter und offener geworden, was vor allem an der freundlichen und offenen Art der spanischen Bevölkerung lag.
Als Gruppe haben wir viele schöne Erlebnisse geteilt und es geschafft, negative Erfahrungen durch unsere gute Gruppendynamik, Spaß und positive Stimmung auszugleichen. Insgesamt haben wir das Beste aus dem Aufenthalt gemacht. Ich kann ein solches Erasmus+ Praktikum jedem empfehlen, da es einen persönlich weiterbringt und die Möglichkeit bietet, ein fremdes Land sowie eine neue Kultur intensiv kennenzulernen.